|
|
||||||||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||||||||
| HINTERGRUND | ||||||||||||||||||||||||
|
VIDEOS
NEWSLETTER Sie möchten auf dem aktuellen Stand bleiben und regelmäßig informiert werden, dann tragen Sie hier Ihre E-Mail-Adresse ein. VERNETZEN Aktuelle Informationen finden Sie auch auf meinem Facebook- und Twitter-Account, einfach verlinken und nichts verpassen. |
HINTERGRUND
Nerzfarmen sind meist sehr gut gesichert oder tief versteckt im Wald: Niemand soll sehen, wie die Tiere dort gehalten werden, niemand soll einen Einblick hinter die glänzende Fassade der Pelzindustrie bekommen. Diese präsentiert sich gerne mit modernen und poppigen Auftritten in der Öffentlichkeit, siehe Website Deutsches Pelzinstitut. Mit solchen Veröffentlichungen versucht man gerade die jüngeren Menschen zu erreichen. Es soll eine neue, eine junge Zielgruppe geschaffen werden, somit will man das Pelzimage aufpolieren. Doch es gibt einen Haken an dieser heilen Welt, die Realität. Nerze haben ein kurzes und qualvolles Leben in Deutschland, sie werden auf Zuchtfarmen gehalten. Eingepfercht in engen Drahtkäfigen warten sie auf die Vergasung oder zerbeißen sich womöglich aus Langeweile gegenseitig. Artgerechte Haltung: Fehlanzeige. Das Geschäft mit den Pelztieren. Die Pelzindustrie versucht natürlich alles, damit authentische Bilder nicht in die Öffentlichkeit kommen. Das Saubermann-Image soll durch nichts und niemanden zerstört werden; und sollte sich doch ein kritischer Journalist einer Nerzfarm nähern, könnte er dies bereuen. So wurde bei einer Nerzfarm mit Schlägen auf meine Fragen geantwortet. Mich hat diese Reaktion nicht wirklich überrascht, ich habe mir rund 15 Nerzfarmen angeschaut, wurde öfters bedroht, und man machte mir deutlich, dass ich nicht nur unerwünscht bin, sondern auch Probleme bekäme. Und nach Abschluss meiner bundesweiten Recherche wusste ich dann auch, was mit Problemen gemeint ist.
Diese Bilder sind auf einer Nerzfarm bei Hörstel, Nordrhein-Westfalen, entstanden. Sie zeigen, wie Nerze dort gehalten werden, für die meisten Betrachter alles andere als artgerecht, wenn auch legal. Zwischen 3000 und 6000 Tiere werden hier jedes Jahr für Pelzmäntel getötet. Die genauen Zahlen werden mir nicht bekannt gegeben.
Auch in diesem aktuellen Fall muss man doch große Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Beweise haben, so wurden die toten Nerze noch nicht einmal fotografiert. Ich sehe in der Sache ganz klar Taktik, man will verhindern, dass ich weiterhin in diesem Bereich recherchiere, dass ich Bilder von Nerzfarmen veröffentliche; ich bin diesen Leuten ein Dorn im Auge und jetzt will man mich ganz offensichtlich mundtot machen. Doch ich lasse mich nicht einschüchtern und bringe das Ganze jetzt in die Öffentlichkeit, denn die Öffentlichkeit scheuen diese Leute wie der Teufel das Weihwasser. UPDATE (Nov. 2011): Das Landgericht Bonn hat die Klage des Nerzfarmers abgewiesen (AZ 18 0 453/09). Da der Landwirt Berufung eingelegt hat, muss sich jetzt das Oberlandesgericht (OLG) Köln mit dem Fall beschäftigen. Vermutlich wird das OLG erst im Sommer 2012 zu einem Urteil kommen. Weitere Informationen auch unter |
|||||||||||||||||||||||
|
|
||||||||||||||||||||||||